Führungsleitbild

Eine gemeinsame Führungskultur entwickeln.

Die Frage „Wie wollen wir führen?“ ist ein zentraler Punkt bei der Verbesserung der `Corporate Soft Skills´. Es geht dabei zunächst um das Menschenbild, das die Führungskräfte für sich entwickeln wollen. Aus dem Menschenbild ergibt sich eine Haltung, die letztlich zur Basis des Führungsstils wird. Im Change-Prozess stellen wir die Fragen aus verschiedenen Perspektiven:

1. Was glauben wir, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt werden wollen? Was erwarten Sie von ihren Führungskräften?

      • Wie führen wir heute und was ist der Unterschied zwischen IST und SOLL?

2. Was ist ein angemessener Weg, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu zu bewegen, an den Unternehmenszielen mit zu arbeiten?

  • Was haben wir für „Motivationsinstrumente“ und was sollten wir ändern?

3. Was brauchen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um Ihr Potenzial einbringen zu können?

  • Welche (Frei-) Räume gibt es für eigene Ideen und Initiativen?

Aus der Beantwortung dieser Fragen entwickeln wir mit Ihnen ein Führungsleitbild, das als Ziel definiert wird und das Maßnahmen zur Zielerreichung erfordert. Wir erarbeiten einen Meilensteinplan und Kriterien für eine Zielerreichungsmessung.

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Drei Tipps für ein führendes Unternehmen von Thomas Sattelberger, ehemaliger Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG.

Tipp 1:

Moderne Unternehmen müssen beispielsweise lernen, über Leistungsergebnisse zu steuern und nicht über reine Anwesenheit. Denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen heute ihre verschiedensten Lebenswelten miteinander vereinbaren können. Viele möchten sich zwischendurch weiterqualifizieren, ein Sabbatical machen, um zu regenerieren oder stärker für die Familie da sein. Andere wollen drei Tage arbeiten oder ein anderes, flexibles Anwesenheitsmodell pflegen. Der Druck auf Unternehmen wächst, solche Flexibilität zu schaffen. Mitarbeiter werden Unternehmensbürger, die Souveränität einfordern. Und wir brauchen ihr Talent. Talent wird zunehmend zur knappen Ressource für Unternehmen.

Tipp 2:

Mein zweiter Tipp richtet sich direkt an die Personalverantwortlichen: Bitte sehen Sie in den großen gesellschaftlichen Veränderungen und denen im System Arbeit die Chance für den nötigen Wandel auch in Ihrem Geschäft. Werden Sie vom Verwalter zum strategischen Gestalter, durch Antworten auf Fragen wie z.B.: Wie können wir durch nachhaltige Personalarbeit zur Produktqualität beitragen? Wie können wir mittelfristiger in der Personalplanung werden? Wie können wir neue Talentquellen erschließen? Wie können wir ein gesundes Unternehmen bauen? Wie können wir als Mittelständler eine kraftvolle Arbeitgebermarke aufbauen? Wie können wir die Kreativpotentiale in der Belegschaft erschließen? Das sind die neuen oder vielleicht auch alten Felder der Personalarbeit.

Tipp 3:

Schließlich möchte ich den künftigen Führungskräften raten, sich neben der Frage nach einer hochwertigen Ausbildung auch mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mich interessiert, ob jemand in der Sache groß und als Person bescheiden ist. Für mich hat Führung viel mit Demut zu tun. Je höher man kommt, umso mehr läuft man Gefahr, sich zu überschätzen. Sich und sein Führungsverhalten kontinuierlich zu reflektieren, eine offene Feedback-Kultur zuzulassen, authentisch zu sein und mit einem überwiegend kooperativen Stil zu führen, das wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, um Mitarbeiter zu motivieren, zu binden und sie zum Erfolg zu führen.